Einfachste Datensicherung mit Lucky Backup (Linux)
Zum Arbeitsalltag jedes Anwenders gehört ein Backup. Für Mac und Windows werden ja inzwischen zahlreiche Lösungen angeboten, die diese Aufgabe bequem im Hintergrund ohne Zutun des Anwenders erledigen. Leider machen sich die Entwickler aber nur selten die Mühe, diese Funktionen dann auch auf Linux zu portieren. So müssen sich Linux-Nutzer selbst nach Alternativen und Backup-Programmen umsehen. Eine Software, die die Sicherung der eigenen Dateien besonders einfach machen will, ist Lucky Backup.
Installation und Start
Lucky Backup ist in vielen Distributionen bereits in den Paketen enthalten. Wenn Sie allerdings die aktuellste Version nutzen wollen, besuchen Sie die Seite des Projekts und laden sich die Datei für Ihr System herunter. Unter Ubuntu fragt Sie Ihr Browser, ob die Datei mit dem Software-Center geöffnet werden soll. Bestätigen Sie diese Eingabe. Der Paketmanager weist Sie darauf hin, dass eine ältere Version zu seinem Umfang gehört. Ignorieren Sie diesen Hinweis und klicken Sie auf «Installieren». Wie gewohnt müssen Sie dann Ihr Systemkennwort eintragen, womit die Einrichtung des Programms beginnt.
Ist dieser Vorgang erfolgreich abgeschlossen, starten Sie die Software über «Anwendungen, Zubehör».
Einrichtung und Aufbau
Das Programm wird in zahlreichen Sprachen angeboten. Um auf die deutsche Sprache zu wechseln, klicken Sie einmal auf «Settings» und anschließend auf «Language». Die Sprache der Oberfläche wechselt unmittelbar. Damit blicken Sie auf eine sehr einfach aufgebaute Oberfläche. Lucky Backup basiert auf dem mächtigen Tool «rsync», das vollständig über die Kommandozeile bedient werden kann.
Die Backup-Lösung organisiert die Sicherungen in Form so genannter Profile, die sich in verschiedene Aufgaben gliedern. Profile können dann zeitbasiert ausgeführt werden. Legen Sie sich beispielsweise ein Profil an, das alle Dateien sichert und einmal die Woche ausgeführt wird, während in einem anderen die tägliche Sicherung lediglich eines Ordners ausgeführt wird.
Profil anlegen
Klicken Sie auf «Profile» und anschließend «Neu», um einen neuen Eintrag anzulegen. Vergeben Sie anschließend einen Namen für das Profil. Dies macht die Auswahl auch sofort zum aktiven Profil. Zwischen den einzelnen Profilen schalten Sie mit dem kleinen Listenfeld am oberen linken Rand des Fensters um.
Aufgaben definieren
Nachdem Sie ein Profil ausgewählt haben, das Sie bearbeiten wollen, können Sie an die Definition von Aufgaben gehen. Darunter wird ein Paar aus Quellverzeichnis und Zielverzeichnis verstanden. Klicken Sie auf den Schalter «hinzufügen» im Abschnitt «Aufgabe». Vergeben Sie im nachfolgenden Dialog einen Namen und entscheiden Sie sich aus dem Listenfeld für eine Sicherungsoption. Danach legen Sie die Quelle fest. Es kann sich dabei um ein Verzeichnis, aber auch lediglich um eine Datei handeln. Mit einem Klick auf das Icon neben der Zeile öffnen Sie den Dateimanager und navigieren so zum gewünschten Ort. Ähnlich funktioniert die Auswahl des Zieles. Dies kann ein externes Laufwerk sein oder auch ein anderer Ordner auf Ihrem System. Schließlich definieren Sie noch, wie viele Sicherungen auf dem Ziel behalten werden sollen. Mit einem Klick auf «Validieren» überprüfen Sie, ob soweit alles in Ordnung ist.
Möchten Sie das Backup auf einem Laufwerk im Netz, also etwa einem NAS ablegen, müssen Sie auf den Schalter «Erweitert» klicken. Wechseln Sie dazu in das Register «Entfernt». Wählen Sie dort die Option «Ziel» aus und tragen Sie die Angaben zu Ihrem Laufwerk ein.
Sie können nun weitere Aufgaben hinzufügen. Wenn Sie damit fertig sind, überprüfen Sie am besten zunächst Ihre Konfiguration. Markieren Sie durch Anklicken des Optionsfelds zunächst die Aufgaben und anschließend den Eintrag «Simulation» am oberen Rand des Schirms. Klicken Sie dann auf «Ausführen». Im Hauptbereich des Fensters zeigt Ihnen Lucky Backup nun die Ausgabe der Sicherung an. Wenn es dabei zu keiner Fehlermeldung gekommen ist, können Sie das Profil mit einem Klick auf die Diskette speichern und dann erneut ausführen. Diesmal allerdings ohne die Option der Simulation.
Ausführung planen
Sind alle Aufgaben in einem Profil eingetragen, legen Sie am besten deren automatische Ausführung fest, damit Sie sich nicht mehr darum zu kümmern brauchen. Klicken Sie dazu auf das Uhren-Symbol am oberen Rand des Bildschirms. Im nachfolgenden Fenster klicken Sie einmal auf «Hinzufügen». Geben Sie die Uhrzeit ein, zu der das Backup ausgeführt werden soll. Außerdem können Sie mittels der Listenfelder auch die Ausführung an bestimmten Wochentagen oder andere Intervalle festlegen. Wollen Sie etwa lediglich eine werktägliche Ausführung, müssen Sie sechs Einträge mit dem jeweiligen Wochentag einrichten. Sind Sie mit den Einstellungen zufrieden, klicken Sie auf «Okay», um den Eintrag in die Liste aufzunehmen.
Damit Ihr Rechner aber auch die Aufgaben zuverlässig erledigt, müssen Sie die Einträge noch in die Tabelle der Cronjobs übernehmen. Dazu klicken Sie abschließend auf den Schalter «cronjob!».





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