Zeitsparende Mindmaps mit Simple Mind Desktop (Mac)
Für das Zeichnen von Mindmaps am Computer gibt es unzählige Einsatzmöglichkeiten. Sie können damit ein Projekt vorstrukturieren, Ideen für einen Artikel sammeln, aber auch Besprechungen vorbereiten. Der Mindmanager hat sich in den vergangenen Jahren unter Windows und am Mac die führende Position aufgebaut. Aber nicht jeder Anwender ist dazu bereit, die Investition von einigen Hundert Euro zu tätgigen, um lediglich einige Mindmaps zu zeichnen.
Simple Mind Desktop, das für Mac und Windows angeboten wird, kostet gerade einmal 40 Euro.
Installation und erster Eindruck
Auf der Seite des Herstellers wird eine kostenfreie Demoversion zum Download angeboten. Auf dem Mac genügt das Entpacken des Archivs und der Aufruf der ausführbaren Datei. Unter Windows muss das klassische Setup durchlaufen werden. Die Version ist funktional nicht eingeschränkt und kann 14 Tage genutzt werden.
Die Oberfläche wirkt strukturiert und aufgeräumt. Sie entspricht den Standards des jeweiligen Betriebssystems, ohne durch Besonderheiten hervorzustechen. Mit einem einfachen Kommando New legen Sie unmittelbar eine neue Mindmap an. Ein Berg an Vorlagen oder Assistenten suchen Sie hier vergeblich. Das zentrale Thema ist damit bereits auf der Zeichenfläche platziert.
Auf der linken Seite des Bildschirms wartet die Software mit einer Besonderheit auf. Sobald Sie den Namen der zentralen Idee eingetragen haben, wird dieser in der Seitenleiste als Bezeichnung für die Mindmap verwendet. Über diesen linken Bereich haben Sie Zugriff auf alle angelegten Mindmaps.
Damit Sie nicht ständig zur Maus greifen müssen, wenn Sie Ihre Mindmap erstellen, bietet das Programm die Unterstützung von Tastenkürzel. Auf dem Mac legen Sie mit CMD+Eingabe einen neuen Unterzweig an. Um einen in der Hierarchie auf der gleichen Stufe stehenden Ast anzulegen, fügen Sie noch die Umschalttaste hinzu. Damit geht die Anlage der einzelnen Elemente schnell von der Hand.
Layoutfunktionen
Sind die ersten Elemente der neuen Mindmap zusammemgeklickt, sucht der Anwender natürlich schnell nach Optionen, um die Grafik auch individuell zu gestalten. Hier hält sich die Software (noch?) etwas bedeckt. Über den Schalter Style kann der Anwender mit einem Mausklick rasch die Gestaltung der gesamten Zeichnung umwandeln. Allerdings handelt es sich bei den meisten Vorlagen schlicht um Varianten, die auf Schwarz und Weiß basieren.
Um die Bedeutung eines Zweiges zu unterstreichen, stehen Icons zur Verfügung. Die integrierte Bibliothek ist ebenfalls noch überschaubar, enthält aber Elemente, die etwa einen Zweig aus Aufgabe kennzeichnen. Nicht enthalten sind derzeit leider Funktionen, um Text auf der Zeichenfläche zu platzieren oder zwei Elemente per freier Linie miteinander zu verbinden. Integriert wurde dagegen das Verlinken von mehreren Mindmaps.
Export
Um Ihre Zeichnungen in anderen Anwendungen zu verwenden, stehen einige Export-Formate zur Verfügung. Dazu gehören:
- PNG
- TIFF
- FreeMind
Außerdem können Sie die Elemente der Zeichnung als reinen Text und als OPML-Datei ausgeben lassen. Dieses Format verstehen inzwischen immer mehr Programme mit einer integrierten Gliederungsfunktion.
Wer nur gelegentlich eine Mindmap auf dem PC erstellen möchte und keine Funktionen wie den Abgleich von Aufgaben erwartet, findet in dem Programm ein ausreichend dimensioniertes Werkzeug. Die Anwendung ist für Windows- und Mac-Desktop sowie das iPhone zu bekommen.


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