Termine viel leichter erfassen mit Fantastical (Mac)
An dieser Stelle geht es ja immer wieder auch um Werkzeuge für die Verwaltung von Terminen. Bereits vor einiger Zeit habe ich Ihnen im Beitrag Datumsangaben in natürlicher Sprache erfassen zwei Wege gezeigt, wie Sie unter Mac OS und Windows Termine einfach schneller erfassen.
Fantastical ist der Name eines Programms für den Mac, das die Eingabe von Terminen in natürlicher Sprache perfektioniert hat und darüber hinaus viele sehr praktische Funktionen bietet.
Einrichtung von Fantastical
Auf der Homepage des Herstellers steht eine kostenlose Testversion zur Verfügung. Fantastical installiert keinen eigenen Kalender, sondern setzt auf das System auf. Bereits während der Einrichtung des Programms haben Sie die Wahl, sich zwischen den unmittelbar unterstützten Anwendungen zu entscheiden. Dazu gehören:
- iCal
- BusyCal
- Entourage
- Outlook
Besonders die nahtlose Zusammenarbeit mit Outlook wird alle Anwender des Pakets Office 2011 für Mac freuen. Nach der Installation nistet sich Fantastical in der Menüleiste des Desktops ein.
Termine in natürlicher Sprache anlegen
Sobald Sie auf das Symbol in der Menüleiste klicken, wird am oberen Ende des Dialogs ein kleines Eingabefeld sichtbar. Darin notieren Sie neue Verabredungen.
Die Software versteht ein breites Spektrum an Eingaben. So können Sie etwa auch eine Verabredung für “Mittwoch in zwei Wochen” anlegen. Wichtig dabei ist lediglich, dass Sie eine gewisse Reihenfolge einhalten. Zunächst geben Sie den Anlass ein und nutzen dann das Schlüsselwort “am”, wenn Sie ein Datum oder die Umschreibung eines Datums eintragen wollen. Bei Terminen, die “Heute” oder „“Morgen” stattfinden sollen, können Sie darauf verzichten. Bereits während Ihrer Eingabe interpretiert das Programm die Angaben und zeigt Ihnen die Vorschau an. So können Sie nötigenfalls noch eingreifen.
Nach einigen Tagen mit dem Programm kann ich Ihnen aber versprechen, dass Sie kaum Korrekturen durchführen werden. Wie alle ähnlich funktionierenden Programme hat auch Fantastical ein Problem mit Kombinationen aus vergangenen Terminen. Wenn Sie also etwa eine Verabredung wie “Gestern in drei Wochen” konstruieren wollen, geht dies leider nicht.
Termine stets im Blick mit der Vorschau
Der untere Bereich des Programmfensters von Fantastical ist einer Terminvorschau und einem kleinen Kalender vorbehalten. Der Monatskalender ist mit den Kalenderwochen versehen. Eine Funktion, die unverständlicherweise sowohl von Microsoft als auch Apple gar nicht bzw. stiefmütterlich behandelt wird. Tage, an denen Termine stattfinden, sind markiert. Wenn Sie mit der Maus auf das Datum zeigen, erhalten Sie eine Details zu den getroffenen Verabredungen.
Die Kalendervorschau ist auch dann nutzbar, wenn die eigentliche Kalender-Anwendung nicht läuft. So brauchen Sie weder Outlook noch iCal zu starten, um sich einen Überblick auf die kommenden Termine zu verschaffen.
Fantastical anpassen
Ein Klick auf das Zahnrad-Symbol öffnet Ihnen die Einstellungen der Software. In der Rubrik Allgemein ändern Sie bei Bedarf nicht nur die Kalenderanwendung, sondern legen auch fest, welcher Kalender dort bevorzugt genutzt werden soll. Empfehlenswert ist natürlich, die Software gleich mit der Anmeldung am System zu starten. Damit bringt sie den größten Nutzen. Die weiteren Einstellungen regeln etwa, ob automatisch beim Eintragen eines neuen Termins auch zugleich eine Erinnerung aktiviert werden soll.
Zusammenarbeit mit externen Kalendern
Die Integration externer Kalender funktioniert, anders als es die Homepage der Entwickler vermuten lässt, nicht direkt in Fantastical. Wenn Sie auf Ihre Termin bei Google oder Yahoo zugreifen wollen, müssen Sie diese externen Kalender zuerst in iCal integrieren. Dann stehen diese aber wie gewohnt als Auswahl innerhalb der Software zur Verfügung.
Termine mit Launchbar, Alfred und per Dienst eingeben
Aus meiner Sicht eine der praktischsten Funktionen ist die Integration von Fantastical mit Launchern wie Alfred oder Launchbar. So können Sie direkt in den beiden Programmen Termine eingeben und diese dann mit einem Tastendruck an das Kalenderprogramm senden. Das funktioniert auch als System-Dienst. Haben Sie beispielsweise in einer E-Mail eine Verabredung getroffen, genügt es, den Text zu markieren und über das Dienste-Menü an Fantastical zu senden.
Fazit
Sicherlich sind 16 Euro Lizenzgebühren für einen Kalenderaufsatz nicht gerade ein Schnäppchen. Andererseits spart die Software beim Anlegen von Terminen enorm viel Zeit. Die Liebe zum Detail, die die Entwickler für ihr Produkt hegen, ist jedenfalls an vielen Stellen spürbar.


Das wirklich empfehlenswerte Produkt ist aktuell um 50% günstiger wegen „Back_to_school“ im AppStore bzw. direkt beim Hersteller.